Bornland
Eigenschaften
| Sprache | de |
|---|---|
| AP-Wert | 18 |
| Kategorie | Menschliche Kulturen |
| Clothes | Ausrüstung und Tracht: Es herrschen strenge Kleidervorschriften für die bornischen Bauern, die zu jeder Jahreszeit auf dem Feld meist nur Kittel und Strohschuhe tragen dürfen. Darüber hinaus sind ihnen einfache Felle gestattet, die sie sich aber erst einmal leisten können müssen. Der Adel hingegen hüllt sich in kostbare Pelze und trägt nicht zuletzt die typische Bärenfellmütze. Waffen und Rüstungen ähneln denen des Mittelreichs: Während der Adel Schwert, Lanze und Zweihänder führt, verteidigen sich Bauern höchstens mit Sichel oder Dreschflegel. |
| Ortskenntnis | je nach Heimatort (z.B. Festum, Norburg, Notmark, Ouvenmas, Rodebrannt) |
| Ungeeignete Vorteile | Hitzeresistenz |
| Ungeeignete Talente | Fliegen, Gassenwissen |
| Empfohlene Vorteile | Kälteresistenz, Richtungssinn, Zäher Hund |
| Empfohlene Nachteile | Hitzeempfindlich, Persönlichkeitsschwäche (Vorurteile), Schlechte Eigenschaft (Aberglaube) |
| Empfohlene Talente | Fährtensuchen, Holzbearbeitung, Lebensmittelbearbeitung, Orientierung, Pflanzenkunde, Wildnisleben, Zechen |
| Fertigkeiten | Fährtensuchen +1, Holzbearbeitung +2, Lebensmittelbearbeitung +1, Orientierung +1, Pflanzenkunde +1, Wildnisleben +1, Zechen +2 |
| Sozialstatus | Adel, Unfrei |
| Schrift | Kusliker Zeichen |
Beschreibung
Das Bornland ist eine Adelsrepublik, in der selbst ein an Hunger leidender Adliger mehr wert ist als ein ganzes Dorf wackerer Bauern.
Verbreitung und Lebensweise: Eingefasst in die Drachensteine im Südwesten und dem Ehernen Schwert im Osten, der Grünen Ebene im Westen und dem eisigen Norden trägt das unwirtliche Land einen rauen Menschenschlag und so manches Geheimnis auf seinem Rücken. Das wilde, waldreiche Sewerien im Norden steht im Gegensatz zu den südlichen, eher mittelländisch geprägten Provinzen wie der Mark oder dem Festenland. Die Landbevölkerung bestreitet ihren Lebensunterhalt durch Ackerbau, Viehzucht und Fischfang, während die Bronnjaren mit aller Härte über die festgezogenen Fesseln des Feudalsystems wachen.
An ihrer Spitze steht ein Adelsmarschall, der von einer in jedem fünften Jahr zusammenkommenden Versammlung aller Adligen gewählt wird.
Von der Hauptstadt Festum aus lenkt er die Geschicke des Landes. Alle Adligen leiten ihren Anspruch aus dem Erbe der Theaterritter ab, einem uralten, mittlerweile erloschen Kämpferbund.
In der Hauptstadt haben sich wohlhabende Fernhändler etabliert, und von vielen Aventuriern werden die Festumer aufgrund der Vorstellung, dass sie allesamt durch den Fernhandel reich geworden sind, Pfeffersäcke genannt. Dort befindet sich auch das Festumer Ghetto, in dem Goblins den Menschen unliebsame Berufe wie das Rattenfangen oder Gerben abnehmen.
Weltsicht und Glaube: Auf dem Land werden vor allem Peraine und Travia verehrt, im Norden verstärkt Firun und seine Tochter Ifirn, die Wintermaid. Der Adel huldigt eher Rondra als Praios und trägt wie das einfache Volk oft kleine Talismane mit Götterbildern oder Schutzheiligen bei sich.
Sitten und Bräuche: Die Bornländer sind gutherzige, zuweilen dickköpfige Menschen, die gerne hochgeistigen Getränken gegen die Kälte des Winters und des Lehnswesens zusprechen. Der Adel berauscht sich zudem mit Vorliebe am Privileg der Jagd, auf dessen Einhaltung genauestens geachtet wird. Doch bei Weitem nicht jeder Adlige im Bornland ist reich: Es gibt viele Brückenbarone, die nicht mehr haben als ihren Titel und zusehen müssen, wie sie ihr Auskommen fristen. Bekannt ist das Bornland auch für seine Küche: Berüchtigt sind der Meskinnes-Schnaps, Sewerischer Met, die Plötzinger Dotzen und weitere regionale Spezialitäten.