Mittelreich
Eigenschaften
| Sprache | de |
|---|---|
| AP-Wert | 12 |
| Kategorie | Menschliche Kulturen |
| Clothes | Ausrüstung und Tracht: Einfache Hosen und Beinlinge, Kleider und Röcke, Tuniken und Hemden sowie Westen und Umhänge aus Wolle und Leinen gehören ebenso zur üblichen Kleidung wie Sandalen und Wickelgamaschen oder Stiefel. Kostbarere Stoffe sind dem Adel und dem Großbürgertum vorbehalten, abgetragene Trachten hingegen den Bauern. Zur Verteidigung an den Stadtmauern werden gemeinhin Hellebarden und Armbrüste eingesetzt, indes zählt der Dolch zur Alltagsbewaffnung. Bauern wehren sich mit Knüppel und Beil, der Landadel schwingt Streitkolben nebst Schwert. Kettenhemden sind bei Kriegern, Plattenrüstungen bei Rittern verbreitet, doch trägt man in den unterschiedlichen Provinzen jeweils auch andere Tracht, Rüstungen und Waffen. |
| Ortskenntnis | je nach Heimatort (z.B. Angbar, Elenvina, Gareth, Greifenfurt, Havena, Punin) |
| Ungeeignete Vorteile | Hitzeresistenz, Kälteresistenz |
| Ungeeignete Talente | Fliegen |
| Empfohlene Vorteile | Glück |
| Empfohlene Nachteile | Persönlichkeitsschwäche (Vorurteile), Schlechte Eigenschaft (Aberglaube) |
| Empfohlene Talente | Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, Pflanzenkunde, Stoffbearbeitung, Tierkunde |
| Fertigkeiten | Holzbearbeitung +1, Metallbearbeitung +1, Pflanzenkunde +1, Stoffbearbeitung +1, Tierkunde +1 |
| Sozialstatus | Adel, Unfrei |
| Schrift | Kusliker Zeichen |
Beschreibung
Die Menschen sind das zahlreichste Volk Aventuriens, und das Mittelreich ist das Gesicht und die bestimmende Kulturregion des Kontinents.
Verbreitung und Lebensweise: Unter allen Ländern Aventuriens nimmt das Raulsche Reich, auch Mittelreich oder Neues Reich genannt, die größte Fläche ein. Heutzutage erstreckt es sich von der sturmgepeitschten Küste des Meeres der Sieben Winde im Westen bis zur Tobrischen See und dem Golf von Perricum im Osten. Vom Raschtulswall und dem Strom Yaquir im Süden bis zum Rathil, dem Finsterkamm und den Drachensteinen im Norden herrscht Kaiserin Rohaja von Gareth. Das Reich umfasst verschiedene Provinzen, jede einzelne so groß wie anderswo ein ganzes Königreich. Ganz im Westen liegt das Fürstentum Albernia mit seiner Hauptstadt Havena, dem größten und wichtigsten Handelshafen am Meer der Sieben Winde. Weite Bruchlandschaften, Wälder, Seen und tückische Moore bedecken das albernische Land. Und vermutlich sind nirgendwo sonst so viele Feenwesen heimisch wie im undurchdringlichen Farindelwald. Über Albernia hinaus bekannt sind die Sagen über den mächtigen Flussvater, die Seele des Großen Flusses. Die Albernier selbst sind äußerst freiheitsliebend und halten Efferd, den Meeresgott, und Rondra, die Göttin des Kampfes, hoch in Ehren. Zwischen Albernia und den Gipfeln von Koschbergen und Eisenwald liegt das Herzogtum Nordmarken –, berühmt für seine mächtigen Herzöge und praiostreuen Adligen, berüchtigt für seine Flusspiraten und seine geheimnisvollen Druidenzirkel. Gebirge, Hügel und dichte Wälder mit zahlreichen Siedlungen prägen das Herzogtum, und die Verwaltung des Mittelreiches residiert in der nordmärkischen Hauptstadt Elenvina. Traditionell sind die unverbrüchlich treuen Nordmärker und die freiheitsliebenden Albernier sich spinnefeind. Wer an das Fürstentum Kosch denkt, denkt an Zwerge und Gemütlichkeit. Viele wichtige Bergkönigreiche der Zwerge finden sich in diesem Landstrich. Die Provinz umfasst große Teile des gleichnamigen Gebirges und das hügelige Land östlich davon bis hin zum Großen Fluss. Ein Viertel der Untertanen besteht aus Zwergen und so gilt der Kosch ganz zu Recht als Zentrum der aventurischen Handwerkskunst. Die südlichste Provinz des Mittelreichs ist das Fürstentum Almada am Fluss Yaquir, und wenn man den Liedern der Barden Glauben schenken will, ist dieses Land so schön, aber auch so wehrhaft wie eine Rose. Die Almadaner verstehen sich als Bastion gegen die ungläubigen Novadis, die Krieger aus der glühenden Wüste Khôm, die immer wieder den mächtigen Yaquir überqueren, um in Almada auf Raubzug zu gehen. Der almadanische Adel ist weithin als stolz, widerborstig und heißblütig bekannt. In dem ehemaligen Königreich ließ sich der junge Bruder der Kaiserin Rohaja zum Gegenkaiser krönen, bevor die Kaiserin ihre Ansprüche erneut durchsetzen konnte. Die Almadaner leben gut vom Weinbau und der Pferdezucht, und sie sind weithin als lebensfroh bekannt, wenngleich auch als ein wenig streitlustig. Nordöstlich des Kosch liegt die Markgrafschaft Greifenfurt, die immer wieder unter den blutrünstigen Angriffen der Orks zu leiden hat. Karg ist das Leben auf den Feldern des Landes, dafür aber eifrig in den Handwerksstuben der Stadt Greifenfurt. Bis heute wollen die Stimmen nicht verstummen, die davon künden, dass es überall auf Greifenfurter Land noch geheimnisvolle und gut versteckte Kultplätze gibt, an denen Orks Menschenblut opfern, um ihren Götzen zu huldigen. Östlich des Kosch kommt nun das Königreich Garetien, die zentrale Provinz des Mittelreichs, auf der sich auch die Hausmacht der Kaiser des Mittelreiches gründet, denn Kaiserin Rohaja ist zugleich Königin Garetiens. Das Land ist fruchtbar und Handel und Handwerk florieren. Und doch scheint das ganze Königreich damit beschäftigt, die vielen hungrigen Mäuler der Metropole Gareth zu stopfen. Denn die Hauptstadt Garetiens und des Mittelreichs ist die größte Stadt des Kontinents, zu der fast alle großen Straßen führen. Es ist eine Stadt der Bürger und Zünfte, der Geweihten und Krieger, der Diebe und Streuner, regiert von einem Rat der Helden. Unheimlichster Ort Garetiens ist der verfluchte Wald südwestlich der Hauptstadt, die sogenannte Dämonenbrache, wo einst die Erste Dämonenschlacht stattfand.Überall in Garetien finden sich riesige Mauern, die unmöglich von Menschenhand geschaffen worden sein können – und bis heute sind ihre Geheimnisse kaum enträtselt. Die Rommilyser Mark mit ihrer Hauptstadt Rommilys ist als neue Markgrafschaft aus dem ehemaligen Darpatien hervorgegangen. Das einstmals fruchtbare und reiche Land wurde lange Jahre durch Kriegsfürsten und Räuberbarone ausgepresst, und es ist erst vor Kurzem gelungen, die Wildermark durch einen mächtigen Schwertzug unter dem Banner der Kaiserin zu befrieden. Nördlichste Provinz des Reiches ist das Herzogtum Weiden, das sich bis in die Rote Sichel hinein und längs der südlichen Ufer des Neunaugensees erstreckt. Hier wird die Tradition des Rittertums in seiner ursprünglichsten Form in Ehren gehalten, und die Weidener verstehen sich als Schild des Reiches gen Norden. Die Ritter des Herzogtums warten nur darauf, dass die Orks ihre nächste Chance wittern, das Mittelreich anzugreifen. Die Rinderbarone, die über große Weideflächen und riesige Herden verfügen, gehen beim Kampf um die Macht nicht zimperlich vor. Beschützt wird das Land auch von der mächtigen Fee Pandlaril, die im Neuenaugensee leben soll. Bewohnt werden die tiefen Wasser von einem gigantischen Monster und fleischfressenden Neunaugen. In der Mitte erhebt sich ein gewaltiger Feuerberg, von dem es heißt, eine elfische Feuerfürstin habe ihn geschaffen, als sie in die Welt trat. Das Herzogtum Tobrien wurde von der Borbaradianischen Invasion so schwer getroffen wie keine andere Provinz des Reiches, und immer noch sind Teile dieses alten Landes von den Dämonenknechten besetzt. In dem dünn besiedelten Landstrich lebt ein zäher Menschenschlag, der Firun, den Gott der Jagd, hoch verehrt. In den tiefen Wäldern, so wird gemunkelt, hausen leibhaftige Dämonen. Viele alte Schätze aus der Zeit der wandernden Alhanier, der Vorfahren der Norbarden, sollen sich hier verbergen und es heißt auch, dass der Riese Gorbanor im Ysli-See schlafen soll, nur darauf wartend, dereinst die Dämonenstadt Yol-Ghurmak in die Tiefen des marmorblauen Sees zu reißen.
Weltsicht und Glaube: Der Zwölfgötterglauben, der am Herd, am Schrein oder im Tempel praktiziert wird, ist die vorherrschende Religion des Mittelreichs. Die Schwerpunkte der Verehrung sind je nach Provinz unterschiedlich. Stadtbewohner erweisen sich oft toleranter gegenüber anderen Glaubensrichtungen und sehen oder hören auf dem Handelsweg mehr von der Welt.
Sitten und Bräuche: Generell gibt es große regionale Unterschiede, wobei auf dem Lande oft Aberglaube und Volkstümlichkeit stärker ausgeprägt sind als in den aufgeklärten Städten. Männer und Frauen sind jedoch allerorts gleichberechtigt.